Die besondere Frucht aus dem Orient, die von dieser Ortschaft bei Katanien am Fuß des Ätnas erobert wurde.

Das grüne Gold des Ätnas. Das ist der Titel, den sich die kostbare, an den Nordhängen des sizilianischen Vulkans angebaute Pflanze eroberte: die Pistazie. 


Die Römer waren es, die sie nach Sizilien brachten, fest entschlossen, diese seltsame Frucht des Orients auch in ihrem Reich anzubauen. Aber der sizilianische Boden eignete sich nicht überall für dieses Unternehmen. Der Pistazienbaum wählte sich die Gegend von Bronte in der Provinz von Katanien aus und wurde mit dialektalen Ausdrücken "frastuca" (die Frucht) und "frastucara" (die Pflanze) bezeichnet, in Übereinstimmung mit den unter der Herrschaft der Araber benutzten Begriffen.


An kleinen Bäumen mit knorrigem und krummem Stamm wachsen Kirschen ähnelnde traubenförmige Gebilde. Harte holzähnliche Schalen umgeben die kostbaren Früchte, Nüsse mit gummiartiger und harziger Innenschale, die sich rötlich färben, wenn sie reif sind. Der Anbau der Pistazie verlangt große Anstrengungen: die Pflanzen wachsen auf unebenen Böden, auf Lavagestein, und die Früchte werden mit der Hand gepflückt, eine nach der anderen, und zwar alle zwei Jahre (ungerade Jahreszahlen), zwischen Ende August und Anfang September.     
90% der italienischen Produktion dieses "grünen Golds" stammt aus Bronte. Pistazien werden wegen ihres aromatischen und angenehmen Geschmacks zur Zubereitung von Nudel- und Reisgerichten verwendet, wie zum Beispiel für die "tagghiarini", hausgemachte Bandnudeln aus Mehl und Pistazien, oder für Süßigkeiten wie Gebäck, Torten, Eis, Nougat sowie zur Verfeinerung vieler anderer Speisen.


Die Pistazie, eine Königin der Küche, reich an Eiweiß und Vitaminen, die zur Herstellung von Speisen von hoher Qualität vor allem auch im Ausland sehr gefragt ist, nimmt bei den Festen von  Bronte einen Ehrenplatz ein. Es gibt sogar das Fest der Pistazie - La Sagra del Pistacchio -, das alljährlich Ende September/Anfang Oktober stattfindet und einige Plätze und Straßen des historischen Zentrums (Viertel Annunziata und Corso Umberto) mit Duft erfüllt, in einem typisch bäuerlichen Rahmen, wo man Künste und Handwerke früherer Zeiten mit Hilfe antiker Bräuche und Objekte wieder aufleben lässt. 
 


Wissenswertes

Der Pistazienbaum wird höchstens 6 Meter hoch und bildet tiefe Wurzeln. Sein graubrauner Stamm ist kurz und krumm. Er ist in verschiedenen Teilen der Welt verbreitet, wie zum Beispiel im Iran und in der Türkei, während er in Italien vorwiegend in Sizilien, in den Provinzen von Catania, Caltanissetta und Agrigent angebaut wird. Das Innere der Pistazie enthält Eiweiß, Öl, Aminosäuren, Mineralstoffe und Vitamine; der Nährwert ist hoch, der Brennwert doppelt so hoch wie der von Butter. Das aus den Früchten gewonnene Öl wird wegen seiner herausragenden geschmeidig und weich machenden Eigenschaften auch in der Dermatologie verwendet. Von der Pistazie werden auch die "Blasen" (Erhebungen) verwendet, die sich durch die Einwirkung eines Insekts, des "Pemphigus Pistaciae", auf den Blättern bilden. Diese "Blasen von  Bokhara" (iranischer Name) sind reich an Tannin  und werden in der Gerberei gern verwendet. Das Holz nutzt man für ornamentale Arbeiten.

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